
Trine Wickler
Die Trend-Dekorateuse bei SchwuBeRT
Mein Dachausbau
Seit längerer Zeit beschäftige ich mich auch mit eigenen Dingen: Dem Ausbau meines Dachgeschosses. Früher ein ungenutzter nicht gedämmter Speicher in dem der Staub der Jahrhunderte sein Zuhause hatte. Für die Planung hatte ich mir einen richtigen Architekten dazugezogen, da einige Dachbalken entfernt und eine Gaube eingebaut werden sollte. Bei solchen Dingen sollte man lieber nicht selbst Hand anlegen (beim Architekten vielleicht...). Ebenso sollte man auch die Rohbauarbeiten, Elektro- und Wasserinstalationen lieber dem Fachmann überlassen.Jetzt aber sind alle "Fachmänner" fertig und die Baustelle gehört mir: Als Homage an das alte Gemäuer (ca. 150 Jahre alt) hatte ich mich entschieden, so viele wie mögliche Details im Originalzustand zu belassen oder nur behutsam zu renovieren. Dazu gehören das Fachwerk und die teils alten Deckenbalken.
Fangen wir mit dem Fachwerk an. Den lockeren alten Lehmputz habe ich mühsam aus den Gefachen herausgekratzt und durch einen sog. "Kuhstallputz" ersetzt. Mit etwas Geschick kann man das wirklich selber machen: Im Baumarkt besorgt man sich Mineralputz mit feiner Körnung. Dieser wird dann angerührt und mit einer Kelle aufgetragen. Wichtig dabei: Nicht viel überlegen! einfach drauf los, dann wird´s besonders Original. Den aufgetragenen Putz dann kurz ziehen lassen bis er abgebunden hat aber noch weich ist. Dann mit einer großen nassen Tapezierbürste die Fläche abwaschen; Fertig. It´s so easy....aber macht viel Dreck! Das Ganze sollte dann ca. eine Woche langsam austrocknen. Mit verschiedenen Messing-Drahtbürsten rücke ich jetzt den alten Fachwerkbalken zu Leibe und lege sie damit frei. Zugegebenermaßen eine langwierige Arbeit, aber das Ergebnis ist es wert.
Weiter geht´s dann in Kürze....
Ja ist denn schon wieder Weihnachten?
Trendy ist, wer dieses Weihnachten einen "Zweitbaum" im gemütlichen Heim sein Eigen nennen kann. Daher werde ich gleich morgen in den Baumarkt und auf den Häckselplatz fahren und mir die nötigen Materialien zu besorgen. Denn jetzt ist die Zeit, in der Bäume geschnitten werden, die sich wunderbar zu einem kleinen Weihnachtlichen Bäumchen zusammensetzen lassen.
Auf dem Häckselplatz wurde ich tatsächlich fündig. Außer unserem schnuckeligen Gärtner, der ebenso in den Gartenabfällen anderer Leute wühlte, fand ich dort auch ein paar wunderbar knorrige mit Moss bewachsene Äste alter Obstbäume. Aus dem Baumarkt stammen 3 Metallstangen und eine runde Holzplatte. Die Größe der Holzplatte hängt dabei von der Größe des späteren Baumes ab. Nun mit dem Bohrer drei Löcher am Rand der Platte bohren, die die Metallstangen aufnehmen. Diese oben mit einem Stück Draht zusammenbinden und fertig ist das Grundgerüst unseres Baumes. In dieses Gerüst werden jetzt die Äste geschichtet, dicke und lange Dinger nach unten, die dünneren kurzen nach oben bis allmählich ein kleines Bäumchen entsteht. Mit einer Säge kann man dann noch das Feintuning übernehmen.
Das Ausschmücken bleibt dann dem persönlichen Geschmack und Stil überlassen. Ich habe mir bei einem kleinen Waldspaziergang Hagebutten, rote Bischofsmützchen und Vogelbeeren mitgebracht. Eine Lichterkette in den Baum gewickelt und die Beerenzweige dekorativ eingesetzt...fertig ist der Zweit-Weihnachtsbaum.

In der Sommerdeko wird mit viel frischen und leuchtenden Farben gearbeitet. Im Trend liegen ein zartes aber frisches Grün und, das schwule Herz wird höher schlagen: Pink und Rosa. (Vasen und Tischdeko: Breuninger Stuttgart)
Zur Grillsaison bringen diese bunten Teller Farbe auf den Tisch. Sie sind aus Melamin, einem stabilen und unempfindlichen Kunststoff, so dass sie länger halten, als sie hipp sind. Macht aber nichts, man kann mit ihnen auch toll Frisbee spielen (Vorsicht beim Fangversuch...). Die Teller und andere schöne Dinge gibt´s bei Butlers, Wilhelmstraße, Reutlingen.
Immer einen Versuch ist es wert, günstige Artikel eines Schwedischen Möbelhauses zweck zu entfremden. Wie z.B. diese Gießkanne. Mit nur wenigen Handgriffen lässt sie sich einfach zum Übertopf umfunktionieren. Wer dann vorher noch einen Holzfäller mit harten Argumenten überzeugen kann, einen entsprechenden Holzklotz zu bearbeiten, hat schnell einen sicheren Blickfang geschaffen.
Indoor ist jetzt absolut hipp: Walltattoos (oder deutsch: Tapetensticker)! Keine Angst, man muss hier nicht seiner Wand mit Nadel und Tinte zu Leibe rücken...Walltattoos sind einfach größere "Aufkleber" aus selbstklebender Folie, die auf die bestehende Wand aufgeklebt wird. Etwas Geschick und Geduld
braucht man allerdings dafür, die teils großflächigen Motive blasen- und knitterfrei anzubringen. Das extravagante und exklusive Wohngefühl entschädigt aber die Mühen. Walltattoos gibt´s in jedem trendigen Einrichtungshaus/Tapetenhandlung, ausgefallene Tattoos gibt´s bei DOM in Stuttgart oder im Internet. Einfach mal Googeln und dann rubbel Dir eine...