Maiastecka (26. April 2008)
Für alle die mit diesem schwäbischen Begriff nichts anfangen können, hier eine kurze Erläuterung:
Neben den Maibäumen, die ganzen Gemeinden zugeordnet sind, gibt es das private "Maienstecken": der Maibaum vor dem Fenster der Braut als Liebesbrauch. Die Burschen stellten ihren Mädchen nachts heimlich einen Maibaum vor die Tür. Aber es konnte natürlich auch vorkommen, dass ein Rivale diesen Baum einfach absägte und zu Fall brachte. Solche Vorkommnisse konnten dann zu einer lebensgefährlichen Rauferei ausarten. Leichtfertige Mädchen bekamen dagegen einen "Schandmaien" vors Fenster gesetzt. Der Schandmai konnte ein mit Lumpen oder mit einem Strohmann behängter dürrer Baum sein. Noch heute ist es vielerorts üblich, in der Walpurgisnacht, das ist die Nacht vor dem 1. Mai, allen möglichen Schabernack zu begehen und z.B. einer missliebigen Person das Gartentor oder einen Handwagen auf einen Baum zu hängen.
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